Bunte Alpträume: Wie Farben unseren Schlaf beeinflussen

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Sie können nachts nicht schlafen oder wachen morgens auf und fühlen sich einfach nur unwohl? Schon mal daran gedacht, dass es an der Farbe Ihres Schlafzimmers liegen könnte? Was auf den ersten Blick vielleicht komisch klingen mag, hat eine ganz simple Erklärung.

Es ist allseits bekannt, dass Farben auf Körper, Geist und Seele wirken und somit großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben. Spätestens seit Goethes Farbenlehre wissen wir, dass Farben verschiedene Stimmungen erzeugen können und die Atmosphäre in Räumen verändern. So überrascht es auch nicht, dass die Farbwahl in unseren Schlafzimmern auch unsere Nachtruhe in erheblichem Maße beeinflusst. Ob dunkel oder hell, ob quietschbunt oder mausgrau: unsere Umgebung wirkt sich – auch wenn wir die Augen zu haben – auf unsere psychische wie auch körperliche Verfassung aus. Aber was ist nun besser für erholsamen Schlaf? Ein freundliches Sonnengelb, ein feuriges Rubinrot oder doch lieber gedeckte und sanfte Erdtöne? Basierend auf den Grundregeln der Farbenlehre haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, mit welchen Farben Sie entspannt durchschlafen .

Farbkreis
© perfekt-schlafen.de

Die Grundsätze der Farbenlehre

Helle Farben lassen den Raum größer erscheinen und vermitteln den Eindruck von Weite. Sie wirken freundlich und leicht und sind daher besonders für kleine Räume sehr gut geeignet.

Dunkle Farben hingegen wirken meist düster, begrenzend und einengend, können aber genauso ein Gefühl von Geborgenheit und Intimität vermitteln. Da sie Räume optisch verkleinern, eignen sie sich allerdings nur für große Räume mit viel Sonnenlicht.

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Warme Farben kreieren eine gemütliche und heimelige Atmosphäre und vermitteln den Eindruck von persönlicher Nähe. Sie können eine aufmunternde, anregenden und aktivierende Wirkung auf uns haben und uns sogar einen Raum wärmer fühlen lassen, als er in Wirklichkeit ist. Somit haben sie eine eher „aufputschende“ Wirkung auf unseren seelischen wie auch körperlichen Zustand und eignen sich besonders für Räume, in denen man aktive Tätigkeiten ausübt, z.B. im Arbeitszimmer.

Kalte Farben sind eher passiv, schaffen Distanz und vermitteln eher den Eindruck von Funktionalität und Sachlichkeit. Allerdings wirken sie sehr beruhigend und entspannend und können einen erfrischenden Effekt haben. Aufgrund ihrer abkühlenden Wirkung sind sie besonders für Räume mit einer sehr hohen Sonneneinstrahlung oder für Wohnungen in Gegenden mit hohen Temperaturen geeignet.

Unterkühlt, aber dafür ausgeschlafen

Auch wenn viele davor zurückschrecken, bei der Farbwahl im Schlafzimmer sollte man grundsätzlich eher auf kalte statt auf warme Farben zurückgreifen. Das hat ganz einfache farbpsychologische Hintergründe: Kalte Farben laden zum Entspannen und Relaxen ein, wirken erfrischend und überfordern uns optisch nicht. Auch wenn viele gerne auf ein warmes Gelb oder mediterranes Orange im Schlafzimmer zurückgreifen, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, empfiehlt sich diese Farbauswahl im Schlafzimmer überhaupt nicht, da warme Farben eine anregende und belebende Wirkung haben. Kein Wunder, wenn man da nicht schlafen kann. Im Schlafzimmer kann man also gerne mal seine kühle Seite raushängen lassen – dann ruht es sich auch gleich viel besser. Versprochen!

Farben machen das Schlafzimmer: Marc O´Polo Solna Mako-Satin-Bettwäsche
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Das kleine Farb-Einmaleins fürs Schlafzimmer

Weiß wirkt sauber und manchmal auch ein bisschen steril. Allerdings gilt es als eine erholsame Schlaffarbe, da sie unauffällig ist und dem Geist genügend Freiraum gibt. Um den Krankenhaus-Look zu vermeiden, einfach ein paar Farbakzente mit Blumen oder Pflanzen setzen. Gegenstände wie bunte Kerzen oder farbenfrohe Bettwäsche können ebenfalls das sterile Weiß auflockern.

Schwarz gilt ja eigentlich als sehr düster und schwer, fördert aber das Träumen und kann somit sehr erholsam wirken. Entgegen der allgemeinen Vorstellung, dass Schwarz gruselig und einschüchternd sei, gilt es als sehr hilfreich für Schutzsuchende und Ängstliche. Aber Achtung: Wer Schwarz für sein Schlafzimmer wählt, sollte auf die ideale Balance achten und weitere Farbakzente setzen.

Schwarze Bettwäsche - hier HNL Living Gradara
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Grau ist eine neutrale und sehr gut kombinierbare Farbe. Sie fördert den Schlaf und regt gleichzeitig zu geistigen Konversationen an. Wem das zu sachlich ist, kann das graue Zimmer ganz einfach mit farbigen Elementen aufwerten.

Gelb ist eine frohe Farbe und kann sich je nach Farbton positiv auf die Stimmung auswirken. Im Schlafzimmer empfehlen sich eher gelbe Pastelltöne, da zu grelle Farben den Geist an- und möglicherweise aufregen.

Orange wirkt anregend und ist daher kaum schlaffördernd. Außerdem verleitet es uns unterbewusst zum Essen und Trinken im Bett. Also ab damit in die Küche, so bleiben nächtliche Heißhungerattacken in Zukunft aus.

Rot ist für das Schlafzimmer ungeeignet, da es aufgrund seiner psychologischen Auswirkungen auf uns zu nächtlicher Unruhe und sogar Schlafstörungen führen kann.

Rosa ist eine sehr weiche und sinnliche Farbe und empfiehlt sich für Schlaflose und Unruhige, die es gerne hell und freundlich im Schlafzimmer haben. Allerdings ist auch hier wieder auf den richtigen Ton und die Dosierung zu achten, wenn man nicht in Miss Piggys Traumwohnung landen möchte.

Lila wirkt meist erholsam und bringt Geist und Seele in Einklang. Gerade dunkle Farbstufen können eine sehr beruhigende und entspannende Wirkung auf uns haben. Also: Aufpassen und nicht verschlafen!

Lila Bettwäsche, hier Curt Bauer Raute 2489 in Blaubeere
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Blau wirkt ebenfalls sehr entspannend und lädt zum Relaxen und Träumen ein. Dunkle Töne können sehr tiefgründig und beruhigend sein, hellere Töne hingehen versprühen eine Atmosphäre von Urlaub und Leichtigkeit.

Grün kann eine heilende und energiefördernde Wirkung auf uns ausüben, uns Kraft verleihen und gute Laune, Vitalität und Unbeschwertheit vermitteln. In Kombination mit warmen Erdtönen ist sie eine ideale Farbe für eine erholsame Atmosphäre im Schlafzimmer.

Braun ist eine eher schwierige Farbe, da sie zwar den Schlaf fördert, aber keine innere Ruhe und Ausgeglichenheit im Alltag schenkt. Wenn man ein Fan von Braun- und Erdtönen ist, sollte man lieber auf eine weiße Wandfarbe setzen und den Raum mit braunen Farbakzenten ausschmücken.

Und keine Angst: ein umfangreicher Neuanstrich ist nicht immer nötig. Statt dessen kann man ganz einfach mit  dekorativen Gestaltungsmitteln wie farbigen Überwürfen, Kissen, Decken, Teppichen, Vasen und Bilderrahmen schöne Farbakzente setzen.

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