Einsteiger-Kurs zum Thema Kind und Schlaf

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Babbeh

Und plötzlich ist es da!

Niemand ist vollkommen darauf vorbereitet, ein Kind zu bekommen. Es bleibt immer ein Rest Geheimnis und Mysterium und viele, viele Fragen. Gerade das Thema Schlaf ist kompliziert und bei jedem jungen oder alten Menschen ganz individuell. Wie viel Schlaf braucht ein Kind? Ab wann sollte es durchschlafen? Welche Matratze und welche Art Bett sind richtig? Wie lange darf der Teddy gekuschelt, der Schnuller genuckelt werden?

  • Nerven bewahren

Die meisten Eltern beschreiben das Kinderkriegen als die schönste und wichtigste Erfahrung ihres Lebens. Ein Baby zu haben ist aber vor allem auch eines: anstrengend. So schlafen zum Beispiel Eltern von einem Neugeborenen in den ersten beiden Jahren ganze 6 Monate weniger als in den beiden kinderlosen Jahren zuvor. Da ist man für jede Hilfe dankbar.
In diesem Artikel zeigen wir daher einen kleinen Querschnitt der häufigsten Fragen, für all jene, die bereits ein Kind haben, eines bekommen wollen oder einfach schon mal ein paar Fakten im Hinterkopf haben möchte, falls es mal zum Storch-Besuch kommen sollte.

Grundwissen: Warum ist Schlaf für Kinder so wichtig?

Lernen
Babys lernen im Schlaf

Neugeborene schlafen in den ersten drei Monaten nicht ohne Grund doppelt so viel wie Erwachsene. 16 Stunden pro Tag und mehr sind nicht nur normal, sondern essentiell wichtig. Die beiden Hauptaufgaben des Schlafes von Babys und Kindern sind:

  • Gedächtnis, Lernen und Verarbeitung
  • Immunsystem
  • Körperliche Entwicklung

Die Schlafphasen eines Babys unterscheiden sich von denen eines Erwachsenen. Zwar lassen sich Rem-ähnliche und klassische Tiefschlafphasen messen, es gibt aber noch weitere Phasen und deren Dauer ist deutlich unterschiedlich. Bei Babys wechseln sich Tiefschlaf und Traumphasen etwa im Halbstundentakt ab. Und in der Traumphase sind die Kleinen richtig aktiv. Sie lächeln, brabbeln, machen Geräusche und strampeln. Das liegt daran, dass zu dem Zeitpunkt im Kopf viel passiert. Alle Eindrücke müssen geordnet und verarbeitet werden, damit das Kind gesund bleibt und sich richtig entwickeln kann. Doch auch der Körper ist im Schlaf sehr aktiv. Zellen werden regeneriert, Muskeln repariert und ausgebildet. Ebenfalls ein nächtlicher Arbeite: das Immunsystem. Für Kleinkinder, die schlecht oder zu wenig schlafen, ist das Krankheitsrisiko erhöht. Der Schlaf ist also die Basis für die Gesundheit des Kindes und daher von enormer Bedeutung.

Grundwissen: Schlafdauer und Zeiten

Die amerikanische National Sleep Foundation hat die Ergebnisse einiger Untersuchungen ganz genau zusammengefasst. Das Ergebnis:

  • Neugeborene von 0 – 3 Monaten brauchen etwa 14-17 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Säuglinge von 4 – 11 Monaten: immer noch mindestens 12-15 Stunden
  • Kleinkinder von 1-2 Jahren: ca. 11-14 Stunden
  • Kinder von 3-5 Jahren: zwischen 10 und 13 Stunden

Ab dem Schulalter sind dann wie bei Erwachsenen neun Stunden Schlaf in Ordnung, doch der Schlafbedarf ist noch bis zum Ende der Pubertät etwas höher als der Durchschnitt eines Erwachsenen.

Grundwissen: Menschen sind unterschiedlich

Häufig sind Eltern frustriert oder schaffen sich selbst Probleme, wenn Sie zu sehr in vorgefertigten Mustern denken. Menschen sind aber alle verschieden und das gilt schon für Babys. Manch ein Erwachsener kommt pro Nacht mit sechs Stunden Schlaf aus, andere brauchen ganze acht. Viele Menschen gehen liebend gerne schon um neun Uhr ins Bett, andere wiederum bringt vor Mitternacht nichts in die Federn. Hier gilt vor allem: Das eigene Kind beobachten und unvoreingenommen lernen. Selbst Babys zeigen stark unterschiedliche Bedürfnisse. Bei Erwachsenen spricht man häufig von Lerchen und Eulen, je nachdem, ob gerne früh schlafen gegangen oder abends aktiv gelebt wird. Schon bei Kindern können sich hier Präferenzen zeigen, die man nach Möglichkeit nicht oder nur sehr behutsam ändern sollte. Solange das Durchschlafen gut funktioniert, sollte daher lieber mit den Bedürfnissen des Kindes gearbeitet werden, als unbedingt eine bestimmte Zeit durchzusetzen.

Lösungen: Die ersten Monate Verzweiflung

Ersten
Da müssen Eltern leider durch: Schlafverlust und Frust

Das Kind ist also da, aber von Schlafrhythmus noch keine Spur. Ganz normal! In den ersten drei Monaten schlafen Babys bis zu 18 Stunden, verteilt auf drei Schlafphasen am Tag. Hier müssen Eltern leider einfach durch und sich dem Durcheinander der Schlafphasen anpassen. Ab der vierten bis sechsten Woche bildet sich dann langsam und mit etwas Glück ein erster Tag-Nacht-Rhythmus: Das Kind geht regelmäßig zur etwa selben Zeit schlafen. Bis ein Kind durchschläft dauert es aber meist mindestens sechs Monate. In dieser Zeit braucht das Kind außerdem nachts noch eine Mahlzeit. Doch gerade diese ersten sechs Monate können entscheidend sein, denn hier lernt das Kind zu schlafen. Viele Kinder wollen bei nächtlichem Aufwachen noch viel Körperkontakt, müssen gewiegt und beruhigt werden. Das ist auch wichtig, allerdings sollte man diese Phasen nicht zu sehr ausdehnen und das Kind durchaus an die Schlafumgebung des Bettes gewöhnen. Versuchen Sie es doch mal mit ein bisschen Vorlesen oder setzen Sie sich neben das Bettchen, statt immer mit dem Kind im Arm durch die Wohnung zu tigern. Für die ersten Monate sollte man besonders auf folgende Dinge achten:

  • Tägliche Regelmäßigkeit
  • Insbesondere Kleinkinder brauchen besonders viel Routine, um Sicherheit entwickeln zu können. Natürlich funktioniert das nicht immer und schon gar nicht schnell, aber man sollte durchaus daraufhin arbeiten und hin und wieder auf einem Rhythmus beharren

  • Auf den Schlaf vorbereiten
  • Besonders in der letzten Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen sollte ein fester Rhythmus etabliert werden. Eine bestimmte Reihenfolge von Gute Nacht sagen, Zähneputzen, Vorlesen und Allem, was für Ihre kleine Familie dazu gehört

  • Rituale
  • Neben dieser Reihenfolge kann auch ein selbst ausgedachtes Ritual, das nahezu immer komplett gleich abläuft, ein besseres Einschlafen fördern. Ein ganz spezielles Lied singen, einen Reim aufsagen – solche Dinge. Ihrer Fantasie ist beim Schlaf-Ritual keine Grenze gesetzt

  • Ruhe
  • Zu diesen Routinen gehört die Stille. Denn nachts ist es nicht nur dunkel, sondern auch ruhig. Alles, was diese Ruhe vertreibt, wird Ihr Kind am Einschlafen hindern. Sprechen Sie mit leiser Stimme, spielen Sie nicht, lassen Sie das Licht möglichst gedimmt und stellen Sie auch keine Youtube-Filme oder Musik an. Nachts ist Ruhe!

Lösungen: Die Psychologie verstehen

Zwar sind alle Kinder unterschiedlich, aber lernen kann jeder Mensch. Hier liegt es in der Verantwortung der Eltern, einzuschätzen, was beigebracht werden kann oder sogar sollte. Denn: Im Gegensatz zum allgemeinen Schlafbedürfnis sind Schlafstörungen praktisch nie angeboren, sondern erlernt. Ein Baby braucht eine verständliche und gleichbleibende Schlafumgebung. Alles, was sich verändert, verunsichert und macht Angst. Ein Beispiel: Babys nehmen Dinge, die aus dem Bett fallen, als keine guten Nachtbegleiter wahr. Schnuller fallen ziemlich häufig aus dem Bett oder durch die Gitter. Die Abwesenheit des gewohnten Gegenstandes sorgt dann für Angst. Und auch eine dauerhafte Anwesenheit der Eltern kann sich negativ auswirken. Die Psychologin Hast-Zahn empfiehlt bspw. als Ersatz für das nächtliche Herumtragen die so genannte „Ping Pong Methode“. Dabei betritt ein Elternteil lediglich das Zimmer oder setzt sich etwas entfernt neben das Bett, beruhigt kurz mit Worten und verlässt das Zimmer, sobald das Kind nicht mehr weint. So lernt der Nachwuchs, dass das Bett die richtige Schlafumgebung ist und dass das Kind sich alleine beruhigen kann.

Lösungen für Ältere: Das Kind verstehen und aufmerksam beobachten

Oft wissen Eltern gar nicht, warum ihr Kind plötzlich unter Schlafproblemen leidet. Der Grund ist, dass diese nicht aufmerksam genug beobachten, was sich im Leben des Kindes verändert oder wie sein typisches Verhalten am Tag aussieht. Ein paar der häufig übersehenen Schlafkiller als Beispiel:

  • Grenzen testen
  • Wenn ihr Kind am Tag selten ängstlich ist und bisher immer gut einschlafen konnte, plötzlich aber abends aktiver wird, kann es sein, dass es seine Grenzen austestet. Eltern merken dies, wenn der Sprössling bspw. plötzlich regelmäßig noch etwas zu Essen fordert, obwohl er eigentlich längst satt sein müsste, oder wenn er immer wieder darum bettelt, noch einmal aufzustehen. Hier sollten tatsächlich Grenzen gesetzt werden, damit aus diesen Vorfällen kein störendes Muster entsteht.

  • Gefahr: Kita-Schläfchen
  • Wenn sich die Schlafenszeit deutlich verschiebt, Ihr Kind abends erheblich später müde wird oder starke Schlafprobleme hat, dann bekommt es am Tag zu viel Schlaf. Häufig finden im Kindergarten etwas aufgezwungene Mittagsschläfchen statt. Da Kinder aber unterschiedlich sind, braucht Ihr Nachwuchs diesen zusätzlichen Schlaf möglicherweise gar nicht und ist abends entsprechend nicht müde. Hier hilft ein Gespräch mit der Kita-Leitung oder etwas zu lesen oder zu spielen, falls Ihr Kind den Mittagsschlaf nicht braucht

  • Die ersten Sorgen
  • Wenn Ihr Kind damit beginnt, sich Sorgen machen zu können, wirkt sich dies häufig in Form von Träumen auf den Schlaf aus. Hier helfen vor allem ein offener Umgang miteinander, sowie Gespräche darüber, was am Tag alles erlebt wurde. Am Abend sollten dann alle Sorgen geklärt und gelöst sein. Denn, dass es sich mit Sorgen schlecht schläft, wissen auch wir Erwachsenen nur zu gut.

Lösungen: Die richtige Schlafumgebung schaffen

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Die richtige Schlafumgebung sorgt für schöne Träume

Neben Teddy oder Schmusekissen ist die direkte Schlafumgebung sehr wichtig für guten Kinder- und Babyschlaf. Das passende Bett, die richtige Matratze und Bettwäsche. Was für Erwachsene wichtig ist, gilt auch für die Kleinsten. Bei Matratzen sollte man vor allem darauf achten, dass sie atmungsaktiv sind, da Kinder eine angenehm trockene Schlafhöhle brauchen. Auch sollte die Matratze nicht zu weich sein, denn Kinder brauchen durchaus Stützung, damit sich Muskeln und Knochen gut entwickeln. Schadstofffreiheit ist ebenfalls enorm wichtig, doch darüber müssen Sie sich bei perfekt schlafen keine Sorgen machen. Alle unsere Bettwaren für Kinder sind sorgfältig geprüft und entsprechen höchsten Ansprüchen.

Für Bettwäsche gilt: Was das Kind glücklich macht, fördert den Schlaf. Insbesondere bedruckte Bettwäsche mit Motiven von beschützenden Helden oder Mut machenden Freunden sorgt dafür, dass sich ihr Kind im Bett sicher und geborgen fühlt.

Für die ersten Wochen und Monate ist ein Beistellbett ein toller Tipp. Erstens schafft die direkte Nähe ein behagliches Gefühl, denn das Kind wird direkt an die Bettumgebung gewöhnt. Zweitens erleichtert ein Bestellbett des Nachts die elterlichen Aufgaben. Für das Stillen muss nicht erst durch die ganze Wohnung gerannt werden. Beistellbetten sind für viele verschiedene Bett-Typen erhältlich, selbst für Boxspringbetten gibt es passende Lösungen.

Das Fazit

Ein Kind zu bekommen und groß zu ziehen zählt zu den schönsten Erfahrungen im Leben. Um ein wenig Stress und verlorenen Schlaf kommen wir als Eltern aber nicht herum. Mit unseren Tipps sind Sie aber ausgezeichnet gerüstet und mit den passenden Betten, Matratzen und Bettwaren speziell für Babys und Kleinkinder von perfekt schlafen sind die idealen Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf geschaffen.

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