Mit der richtigen Matratze lindern Sie Symptome einer Hausstauballergie

Jeder Zehnte in Deutschland leidet unter einer Hausstauballergie. Niesen, Augentränen, Juckreiz und sogar Atembeschwerden sind häufige Symptome. Auslöser ist eigentlich nicht der Staub, sondern der Kot der Milben, die sich darin tummeln. Dieser enthält Allergene, auf die so viele Menschen sensibilisiert sind.

Ein Großteil der Milben (ca. 66%) befindet sich im Bett – die eine Hälfte in der Matratze und die andere in Kissen, Decken und Bezügen. Matratzen bieten einen idealen Lebensraum für Milben, da sich diese am liebsten von Hautschuppen ernähren und es feucht-warm mögen.

Die richtige Wahl der Matratze, die Verwendung von allergendichten Bezügen und ein Austauschen der alten Matratze nach maximal acht Jahren, nehmen wesentlichen Einfluss auf die Linderung der Symptome. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten sollten.

Sofortmaßnahme: allergikerfreundliche Bezüge verwenden

Portrait_300x1050Ein sehr wichtiger Punkt für alle Hausstauballergiker ist die Wahl des Matratzenbezuges. Wir empfehlen einen bei 60°C waschbaren Bezug, denn nur so kann die notwendige regelmäßige Reinigung leicht bewerkstelligt werden. Eine Linderung der Beschwerden wird nur dann erreicht, wenn die Allergene in einer heißen Wäsche abgetötet und ausgewaschen werden. Für Allergiker ist also ein abnehmbarer Bezug unverzichtbar.
Zudem gibt es spezielle antibakterielle Bezüge, die das Einnisten von Milben, Bakterien und Schimmel verhindern.

Ein trockenes Schlafklima vermindert Milbenausbreitung

Eine warme und feuchte Umgebung fördert die Vermehrung von Milben und Bakterien. Besonders nächtlicher Schweiß (wir verlieren pro Nacht ca. 0,5 – 1 Liter davon) sammelt sich in Matratze, Decke und Kissen und fördert, neben der Ausbreitung von Milben, die Bildung von Schimmel und Sporen.
Eine atmungsaktive Matratze ermöglicht den Feuchtigkeitsaustausch, zusätzlich wird der Trocknungsprozess durch häufiges Drehen und Wenden unterstützt.
Tägliches Lüften des Schlafzimmers am Morgen und am Abend sorgt für ein angenehmes Schlafklima und eine milbenfeindliche Umgebung.

Empfohlene Matratzen für Allergiker

Eine Gelmatratze ist durch ihre geschlossene Oberfläche für Hausstauballergiker besonders geeignet, da sie die dauerhafte Versorgung von Milben quasi ausschließt. Die Oberfläche der Gelschicht kann einfach abgewischt werden – die Reinigung gestaltet sich also noch einfacher. Auch Viscoschaum- und Latexmatratzen können von Allergikern verwendet werden, da sie aufgrund ihrer Materialeigenschaften den Milben ebenfalls wenig Lebensraum bieten. Hier sollte dennoch auf eine regelmäßige Lüftung geachtet werden – besonders bei geschlossenen Bettsystemen.

Federkernmatratzen bieten Milben eine willkommenere Lebensumgebung, ermöglichen jedoch einen besseren Feuchtigkeitstransport als oben genannte Matratzenarten.

Matratzen mit Materialien aus tierischem Eiweiß sollten Sie vermeiden, wie etwa Rosshaar, Wolle und Kamelhaar.
Da Allergiker stärker auf Schad- und Duftstoffe reagieren und ein Ausdünsten der Schadstoffe über viele Jahre hinweg den Allergiker noch stärker belastet, sollten Sie bei der Matratzenwahl auf Testergebnisse der Stiftung Warentest oder ÖKO Test achten. Wählen Sie am besten eine Matratze, die als „Für Allergiker geeignet“ gekennzeichnet ist.